Wie viel Heu braucht ein Pferd?

Wie viel Heu braucht ein Pferd?
Richtig füttern: Wie viel Heu braucht ein Pferd? (Fotolia / © beerfan)

Bei der Frage, wie viel Heu ein Pferd braucht, sollte man zunächst daran denken, woher unsere Pferde kommen. Ursprünglich wurden sie von Wald- zu Steppenbewohnern, die sich dann den ganzen Tag grasend bewegten.

Der Verdauungstrakt des Pferdes ist deshalb gut darauf ausgelegt, ständig und immerzu mit karger Nahrung beschäftigt zu sein. Heu kommt dieser, an Nährstoffen armen Nahrung, sehr nahe. Raufutter ist somit das wichtigste Futter für Pferde. Es ist das Basis- oder Grundfutter.

Die Wichtigkeit von gutem Heu innerhalb des Futterplanes darf keinesfalls unterschätzt werden. Da auch die Qualität neben der Menge eine große Rolle spielt, sollte diese immer wieder kontrolliert werden. Selbstverständlich ist wohl, dass schimmelige Ware in keinem Fall verfüttert werden darf.

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Wie viel Heu frisst ein Pferd?

Wie viel soll ein Pferd an gutem Heu fressen? Am Besten, soviel es will, also ad­libidum. Das geht aber nur, wenn man keinen „Fresser“ im Stall stehen hat, der ausschließlich frisst und langsam zu dick wird. Das Zuviel ist genauso schädlich wie zu wenig. In diesem Fall muss man die Portionen einteilen, in manchen Fällen kann es sogar notwendig werden, ein Pferd auf Späne zu stellen und auch die Strohration einteilen.

Um trotzdem für Beschäftigung zu sorgen, kann man in einem Netz oder Futtersack füttern. So braucht das Pferd länger, um an das Raufutter zu gelangen, und frisst auch langsamer, was für seinen Verdauungstrakt von Vorteil ist.

Faustregel für die richtige Menge Heu

Eine Faustregel besagt, ein Pferd braucht etwa 1,5 Kilogramm gutes Heu pro 100 Kilogramm Gewicht. Bei einem 650 Kilogramm schweren Warmblut sind das also knapp 10 Kilogramm.

Diese sollten auf mindestens drei Rationen verteilt werden. Aber Vorsicht: Bei keinem anderen Futter verschätzt man sich so leicht wie bei den trockenen Gräsern. Das haben Studien der Uni München ergeben.

Rationen an Heu kann man abwiegen

Folglich sollte man immer wieder zwischendrin die Ration abwiegen. Das geht mit einer Federwaage und einem Netz ganz einfach. Zuviel Raufutter bemerkt man: Es bleibt in der Box liegen, das ist nicht so tragisch. Bei zu wenig aber drohen Krankheiten.

Bei Pferden regelt die Dickdarmflora den Säure-Basen-Haushalt und die Vitaminherstellung. Selbst Vitamin C kann ein Pferd selbst produzieren. Bei gesunder Darmflora und hochwertigem Heu kann viel Fehlernährung vermieden werden. Im Zweifelsfall gibt es Futterberatungen von Futterherstellern und Tierärzten. Lieber einmal mehr um Rat fragen und wiegen…

Welches Heu ist für das Pferd ideal?

Heu für Pferde sollte immer aus mehreren Gräserarten, Kräutern und Leguminosen bestehen. Es gibt den ersten, zweiten und dritten Schnitt. Für Pferde am besten geeignet ist der erste Schnitt und er sollte mindestens 20 Prozent oder mehr Rohfaser beinhalten. Dieser erste Schnitt erfolgt in der Mitte der Gräserblüte.

In dieser Zeit enthalten die Pflanzen noch teilweise Samen und wertvolle Pflanzenstoffe. Danach beginnen die Pflanzen zu sterben und entwickeln braune Stellen, die auch Schimmelpilze enthalten können.

Woran erkenne ich, dass das Heu für Pferde gut geeignet ist?

Man sollte das Heu anschauen: Ist es schön grün, hat keine braunen oder grauen Stellen, riecht es angenehm und staubt wenig? Fasst es sich angenehm, beinahe weich an? Wenn man diese Fragen mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten kann, dann darf man davon ausgehen, dass es sich um gute Qualität handelt, die man guten Gewissens an Pferde verfüttern kann.

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