Kolik beim Pferd – Das sollte man tun!

Kolik beim Pferd Schritt gehen
Bei Verdacht auch eine Kolik beim Pferd kann man unter anderem ein paar Minuten Schritt gehen (Fotolia / © Castenoid)

Eine Kolik beim Pferd ist keine Krankheit an sich, sondern ein Sammelbegriff für Bauchschmerzen.

Bei einer schweren Kolik ist allerdings Eile geboten, weil diese schnell lebensbedrohlich werden kann.

Auch nur bei dem leisesten Verdacht darauf sollte sofort alles Futter aus der Box entfernt werden.

Außerdem sollte man Rücksprache mit dem Tierarzt halten.

Wie aber erkennt man eine Kolik?

Es gibt einige Anzeichen für eine Kolik , die man ernst nehmen sollte: wenn das Pferd mit den Vorderhufen scharrt, sich immer wieder nach seinem Bauch umsieht, unruhig oder lethargisch ist.

Weitere Symptome wie Schwitzen, schnelle Atmung oder dauerndes Auspressen von Kot sowie Wälzen – nicht zu verwechseln mit dem Wälzen aus Wohlbefinden – können hinzukommen.

In diesen Fällen sollte man nicht zögern, den Tierarzt anzurufen und ihm mitzuteilen, dass es sich um einen dringenden Notfall handelt.

Sofortmaßnahmen bei einer Kolik beim Pferd

Als Sofortmaßnahme kann man einige Minuten mit dem Pferd im Schritt gehen, wenn es sich aber hinlegen möchte, sollte man das zulassen, dabei aber darauf achten, dass es nicht verletzen kann.

Ob man das Tier trinken lassen darf, darüber streiten sich die Geister. Da für die Verdauung Wasser unabdingbar ist und Wassermangel zu einer Kolik beim Pferd führen kann, macht es Sinn, Wasser weiterhin zur Verfügung zu stellen.

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Hat das Pferd geschwitzt, deckt man es mit einer dünnen Abschwitzdecke ein. Keines Falls darf dem Pferd irgendein Medikament gegeben werden!

Was kann man für das Pferd tun, bis der Tierarzt kommt?

Bis zum Eintreffen des Tierarztes geht man weiterhin mit dem Tier Schritt, ermöglicht ihm aber immer nach einigen Minuten eine Viertelstunde Verschnaufpause in der Box. Dabei beobachtet man es gut.

Sollte das Pferd äppeln, ist diese Information für den Tierarzt wichtig. Den Kreislauf kontrolliert man einfach am Zahlfleisch: Es soll rosig sein. Graue oder weiße Verfärbungen sind ein Alarmsignal.

Auch die Temperatur sollte man messen, aber ausschließlich mit einem Thermometer an dem eine Schnur angebracht ist, die mit einer Klammer am Schweif befestigt wird. Die Normaltemperatur des Pferdes beträgt 37,3 – 38,4 Grad Celsius. Nach Belastung oder bei Fohlen unter 6 Monaten können es auch 39°C sein.

Notfallnummer im Stall aufbewahren

Den Puls, der etwa 40 Schläge in der Minute betragen sollte, misst man an der Unterkante der Ganasche oder seitlich an der Schweifrübe. Ist der Puls schwach und unregelmäßig, ist das ein Alarmsignal.

Für den Fall einer Kolik beim Pferd ist es sinnvoll vorab, falls man nicht selbst über Anhänger und Zugfahrzeug verfügt, mit einem professionellen Pferdetransporteur, der eine 24-Stunden-Rufbereitschaft anbietet, Kontakt aufzunehmen und dessen Telefonnummer im Stall aufzubewahren. Hoffen wir, dass wir diese Notfallnummer nie brauchen werden.

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