Das Pferd ist zu dünn! Was tun?

Pferd ist zu dünn
Das Pferd ist zu dünn: Was kannst Du tun? (Fotolia)

Ist das Pferd wirklich zu dünn oder nur untrainiert?

Leicht wirken Pferde, denen einfach nur Muskeln fehlen, zu mager. Hier kann ganz schnell mit langsam gesteigertem und konsequentem Training Abhilfe geschaffen und ein gezielter Muskelaufbau betrieben werden. Starke Muskeln sind ein sehr wichtiger Aspekt bei Pferden.

Anders sieht es aus, wenn ein Pferd wirklich zu dünn ist. Das erkennt man an hervorstehenden Rippen und Beckenknochen. Auch die Wirbel sind dann oft gut sichtbar. Oft kommen dazu auch ein schlechtes, stumpfes Fell sowie brüchige Hufe.

In diesem Fall muss man schnell dafür sorgen, dass das Pferd, das zu dünn ist, wieder aufgepäppelt wird, weil die Versorgung mit lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen sonst nicht gewährleistet ist.

Als Allererstes sollte man sicherstellen, dass das Pferd keine Würmer hat. Eine Kotprobe gibt hier Gewissheit. Bei Pferden, die zu dünn sind, sollte die Wurmkur mit dem Tierarzt besprochen werden. Als Zweites sollten Krankheiten ausgeschlossen werden. Auch hierfür ist der Tierarzt die erste Adresse.

Bekommt das Pferd zu wenig Heu?

Die nächste Ursache könnte in zu wenig oder zu schlechtem Raufutter und hier insbesondere Heu liegen. Heu ist das Hauptnahrungsmittel der Pferde und sollte immer in guter Qualität und ausreichender Menge verfüttert werden.

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Wie viel Heu braucht ein Pferd?

Eine andere, sehr häufige Ursache für schlechtfuttrige Pferde, die zu dünn sind, sind Zahnprobleme. Das Futter kann durch eventuell schmerzhafte Haken an den Zähnen nicht ausreichend gekaut und eingespeichelt, und damit im Darm auch nicht richtig aufgespalten und verwertet werden. Es verlässt also „ungenutzt“ das Pferd wieder.

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Ein dünnes Pferd wieder aufpäppeln

Um zu dünne Pferde wieder aufzupäppeln, muss als erstes für gutes Heu und Stroh gesorgt werden. Viele Futtermittelhersteller bieten eine Heuuntersuchung an. Zu dünne Pferde sollten Heu ad libidum, also soviel sie mögen, den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Alternativ können Heucops eingeweicht werden, wenn Pferde Probleme mit dem Kauen haben. Mit gutem Heu bzw. qualitativ hochwertigem Raufutter legt man den Grundstein für ein gesundes Verdauungssystem und die Voraussetzung für eine Gewichtszunahme.

Ab und zu eine warme Mash-Mahlzeit

Besonders ein zu dünnes Pferd freut sich über eine warme Mash-Mahlzeit ab und zu. Diese ist etwas leichter verdaulich, sollte aber nicht ständig gefüttert werden. Im Internet findet man viele Rezepte und im Fachhandel auch Fertigmischungen. Ebenso sehr beliebt bei Pferden sind eingeweichte Rübenschnitzel.

Die Menge an Kraftfutter sollte nur ganz langsam erhöht werden, sonst droht die Gefahr einer Kolik. Zu große Mengen an Kraftfutter können aber die Verdauung auch stören und das Tier nimmt nicht zu, sondern eher ab. Aufgrund des hohen Proteingehalts nehmen manche Pferde mit Futter für laktierende oder tragende Stuten gut zu.

Tipps, wenn das Pferd zu dünn ist

Auf jeden Fall ist ein Schuss guten, kalt gepressten Öls wie Leinöl, das besonders von schlechtfuttrigen Pferden gut vertragen wird, ein hervorragender Energieträger. Da aber Pferde in der Natur kein Öl aufnehmen, muss vorsichtig dosiert werden: Nicht mehr als etwa 200 ml zwei Mal täglich mit dem Kraftfutter vermischt bei einem ca. 500 kg schweren Pferd.

Auch schwören einige Pferdehalter auf Bierhefe im Futter. Dies soll bei der Nährstoffaufnahme helfen. Der Fachhandel bietet viele unterschiedliche Zusatzfutter. Aber Vorsicht: Zuviel des Guten richtet Schaden an.

Und noch ein Tipp: Vor allem zu dünne Pferde brauchen viel Ruhe und Zeit zum Fressen.

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