Wann sollte man ein Pferd scheren?

Wann Pferd scheren
Im Winter stellt sich die Frage, ob und wann man das Pferd scheren sollte (Fotolia / © Glaser)

Bevor man überhaupt überlegt, wann man ein Pferd scheren sollte, stellt sich eine andere Frage: Warum scheren manche Reiter überhaupt ihre Pferde?

Im Herbst fängt das Winterfell an zu schieben und die Pferde beginnen bei der Arbeit extrem zu schwitzen. Das dichte Fell verhindert ein schnelles Trocknen, das sogenannte Abschwitzen.

Wenn dann nicht penibel mit mehreren Abschwitzdecken – nein nicht übereinander – dafür gesorgt wird, dass es erst ganz trocken zurück in die Box oder auf die Weide kommt, sind Krankheiten und Probleme vorprogrammiert.

Werden Pferde im Winter nur wenig gearbeitet und verbringen die meiste Zeit draußen, werden sie also robust gehalten, ist das Scheren nicht notwendig und man kann den Pferden ihren natürlichen Schutz in Form des Winterfelles einfach lassen. So spart man sich so das ständige Eindecken und den Pferden das unangenehme Scheren.

Das Scheren kann Pferd und Reiter helfen

Viele Reiter arbeiten ihr Pferd aber genauso intensiv im Winter wie im Sommer. Steht es dazu noch in einem Stall und nicht auf der Weide, macht eine Schur es beiden leichter: Das Schwitzen ist lange nicht so intensiv und das Risiko einer Auskühlung durch verschwitztes Fell ist wesentlich geringer. Außerdem fühlt sich ein Pferd, das nicht so stark schwitzt, einfach wohler.

Der Reiter hat es einfacher, da das Pferd nach der Arbeit schneller wieder trocken ist. Der Preis dafür ist, dass das Pferd, wenn es nicht gearbeitet wird, sorgfältig entsprechend der Temperatur eingedeckt werden muss. Mit dem Scheren der Pferde nehmen wir ihnen den Schutz gegen Kälte und Nässe und wir sind dann für diesen Schutz verantwortlich.

Streitfrage zum Winterfell

Unter Reiter gehen die Meinungen auseinander, ob ein frühes Eindecken im Herbst ein dichtes Winterfell verhindert. Wir haben es bei unseren Ponys und Pferden ausprobiert und konnten keinen Unterschied feststellen, andere behaupten, es hätte bei ihren Pferden funktioniert. Wie gesagt, es ist eine Streitfrage, die seit Jahren unter Reitern diskutiert wird.

Scheren im November und im Januar

Normalerweise scheren Reiter ihre Pferde einmal im November und einmal im Januar. Das kann je nach Witterung um ein paar Wochen variieren, weil es vom Fellschub abhängt. Eine Komplettschur ist sehr aufwendig und dem Pferd wird jede Möglichkeit sich selbst zu wärmen genommen.

Hier wird das Pferd inklusive Kopf und Beinen vollständig geschoren. Vorsicht: Das Ausscheren der Ohren ist in Deutschland untersagt. Und im Hinblick auf Mauke sollten auch am Fesselgelenk ein paar Haare stehen bleiben, damit Wasser vom Huf weggeleitet wird.

Teilschur ist beim Pferd beliebt

Am beliebtesten sind Teilschuren wie die Decken- und Chaserschur. In beiden Fällen werden die Beine nicht geschoren, der Kopf nicht oder nur teilweise und vom Widerrist bis zur Kruppe bleibt das Winterfell auf dem Rücken stehen, was die Nieren schützt. Der wesentliche Unterschied ist, dass bei der Deckenschur der Hals komplett und bei der Chaserschur nur der untere Teil desselben zu scheren ist.

Der Vorteil von Teilschuren liegt auf der Hand: Dort wo ein Pferd stark schwitzt, wird es geschoren, der Rest dient weiterhin der Selbstwärmung. Trotzdem: Auch teilgeschorene Pferde müssen eingedeckt werden, sind aber lange nicht so empfindlich wie nach einer Komplettschur. Verschiedene Arten der Pferdeschur gibt’s hier zum Nachlesen.

Fazit: Pferde zu scheren macht Sinn, wenn sie im Winter gut gearbeitet werden. Haben sie allerdings Winterpause, kann das Fell ebenfalls stehen bleiben.

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