Wie putze ich ein Pferd?

Wie putze ich ein Pferd
Wie putze ich ein Pferd richtig? (Fotolia)

Wie putze ich ein Pferd richtig? Das ist eine berechtigte Frage, denn das Putzen eines Pferdes ist nicht nur alleine das Reinigen.

Wenn ich ein Pferd putze, ist das auch immer Zuwendung und sozialer Kontakt. Schon daraus ergibt sich, dass die meisten Tiere dies genießen und ihnen ausgiebiges Putzen sehr gut tut.

Natürlich ist es notwendig, ein Pferd vor dem Reiten zu putzen – der Dreck muss runter und darf keinesfalls unter dem Sattel- und Zaumzeug verbleiben. Das würde scheuern.

Und auch im Fellwechsel putze ich sehr ausgiebig, um abgestoßenes Haar zu entfernen. Besonders beim Wechsel vom Winter zum Sommerfell sollte das häufig und gründlich geschehen.

Das Pferd nicht in der Box putzen

Bevor ich putze, räume ich mir alles, was ich dafür brauche an den Putzplatz. Im Idealfall befinden sich alle benötigten Dinge ordentlich und sauber in einem Putzkasten. Das Pferd sollte nicht in der Box geputzt werden, da hier die Staubbelastung hoch ist und der Schmutz auf die Einstreu fällt.

Am liebsten putze ich ein Pferd im Freien an einer Putzstange. Der Wind trägt feinen Staub sofort weg, groben Schmutz kann man nachher zusammenfegen und auf dem Misthaufen entsorgen.

So putze ich das Pferd richtig

Okay, wie putze ich denn nun? Ganz einfach – wie daheim auch: von oben nach unten. Sollte es sich um ein Pferd handeln, das Koppelgang, vielleicht sogar mit Matschstelle hat, dann muss zuerst diese grobe Dreckschicht weg.

Das funktioniert am besten mit einem schönen, altmodischen Eisenstriegel. Mit diesem geht man am Hals beginnend in kreisenden Bewegungen über das Pferd. Und bitte: ganz, ganz vorsichtig sein, dort wo Knochen sind oder falls möglich, solche Stellen auslassen und stattdessen mit einem Gummi- oder Noppenstriegel den Schmutz lösen.

Zwischendrin sollte man den Striegel immer mal wieder ausklopfen. Die Beine darf man niemals mit dem harten Striegel putzen. Dafür nimmt man besser eine Wurzelbürste. Nun ist der Dreck zwar gelöst, aber immer noch im Fell.

Putzen mit der Kardätsche

Wie putze ich nun weiter? Mit der Kardätsche – das ist eine weiche Bürste, mit der man Strich für Strich den Staub aus dem Fell bürstet. Immer ein Strich auf dem Pferd und dann auf dem Striegel abstreifen, damit die Bürste wieder sauber wird. Hat sich im Striegel Staub gesammelt, diesen ausklopfen.

Dann putze ich mit einer weichen Bürste vorsichtig den Kopf – das Genick nicht vergessen! Augen und Nüstern werden mit geruchsfreien Öltüchern oder einem feuchten Schwamm ausgewischt. Für das andere Ende des Pferdes auch einen anderen Schwamm benutzen – und auch die Genitalregion unter der Schweifrübe waschen. Natürlich kann man auch hier ein Öltuch nehmen.

Mähne des Pferdes mit der Mähnenbürste kämmen

Die Mähne wird mit einer Mähnenbürste oder einem groben Kamm gekämmt und der Schweif sollte verlesen werden, um möglichst wenige, der langsam wachsenden Haare auszureißen. Im Anschluss kann er sanft gebürstet werden. Das geht einfacher, wenn man Schweifspray benutzt. Will man die Mähne einflechten, kein Mähnenspray benutzen, weil die Haare sonst rutschen.

Große Aufmerksamkeit beim Putzen sollte man auf die Hufe verwenden: Sorgsam auskratzen und anschließend mit einer Wurzelbürste ausbürsten. Riechen sie unangenehm, kann man einen Esslöffel Essig oder antibakterielle Zahnspülung zur Desinfektion hinein gießen.

Als Letztes kann man noch einmal mit einem weichen Tuch sanft über das Pferd gehen, um den letzten Staub zu entfernen.

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