Wie viel kostet ein Pferd?

Wie viel kostet ein Pferd?
Wie viel kostet ein Pferd? Erfolgreiche Sportpferde kosten ab 10.000 Euro (Fotolia / © martinkay78)

Wie viel kostet ein Pferd? Das ist für viele eine entscheidende Frage, wenn man sich ein Pferd kaufen möchte. Die Preise für ein Pferd können dabei sehr unterschiedlich sein. Was man nicht vergessen sollte: Die späteren laufenden Kosten.

Wer damit liebäugelt ein Pony oder ein Pferd zu kaufen, muss nicht nur die Kosten für den Kauf, sondern auch die für den laufenden Unterhalt einkalkulieren.

Der Preis für das Pferd hängt von der gewünschten Rasse, dem Ausbildungsstand, dem Alter und dem Gesundheitszustand ab.

Bei Sport- und Zuchtpferden spielt zudem die Abstammung eine große Rolle für die Höhe des Kaufpreises.

Gut ausgebildete Pferde kosten mehr

Generell kosten gut ausgebildete Tiere mehr als rohe oder gerade erst angerittene. Fohlen und Jährlinge sind günstig, da sie beim vorherigen Besitzer bis zu diesem Alter geringe Futter- und Ausbildungskosten verursacht haben. So sind Ponyfohlen und Robustrassen im Preisbereich bis 1.500 Euro zu haben, Fohlen von Warmblutrassen kosten um die 2.000 Euro. Angerittene Tiere und Pferde mit Grundausbildung kosten ein paar Tausender mehr.

Die höchsten Preise müssen Käufer für gesunde fünf- bis zwölfjährige Pferde und Ponys einkalkulieren. Je nach Ausbildung sind diese Tiere sofort bereit für den sportlichen Einsatz, Geländeritte oder Kutschfahrten und sind – je nach Typ – für unerfahrenere Reiter geeignet.

Erfolgreiches Sportpferd ab 10.000 Euro

Die Kosten dafür liegen bei etwa 3.500 bis 9.000 Euro. Ein erfolgreiches Sportpferd mit Siegen und Platzierungen in höheren Klassen kostet ab 10.000 Euro, die Preise sind nach oben offen.

Pferde mit optischen und gesundheitlichen Mängeln sowie ältere Tiere kosten entsprechend weniger. Hier sollten zukünftige Pferdebesitzer einen Tierarzt zurate ziehen, mal können Käufer ein Schnäppchen machen, in anderen Fällen könnten Mängel durch aufwendige Behandlungen später zur Kostenfalle werden.

Worauf ein Freizeitreiter achten sollte

Eine Sonderstellung beim Preis für ein Pferd nehmen Spezialrassen, seltene Rassen, Pferde mit besonderen Farben und Nachkommen von berühmten Sportpferden ein. Hier zahlt der Käufer oft einen saftigen Aufpreis, der sich jedoch für ambitionierte Reitsportler oder Züchter lohnen kann.

Der durchschnittliche Freizeitreiter sollte nicht nach Farben oder bekannten Namen in den Papieren schauen, sondern beim Kauf auf Exterieur, Wesen sowie Ausbildungs- und Gesundheitszustand Wert legen. So gerät man nicht an Pferde, für die Liebhaberpreise gezahlt werden, und kann einiges sparen.

Auch AKU verursacht Kosten für das Pferd

Wer geringe sportliche Ambitionen hat, kann sich nach Rassemixen und Weideunfällen, also Tieren bei denen Mutter und Vater ungeplant zusammenkamen, umsehen. So ein Pferd reicht für die lockere Freizeitreiterei aus und kostet mangels Zuchtpapieren deutlich weniger.

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Zu den eigentlichen Kosten für das Pferd kommt vor dem Pferdekauf noch die Ankaufsuntersuchung (AKU) hinzu, die kostet 100 bis 250 Euro, gegebenenfalls können Röntgenbilder für 800 bis 1.200 Euro gemacht werden.

Wie viel kostet ein Pferd später?

Mit dem neu gekauften Pferd sind die Anschaffungen noch nicht zu Ende. Ein Markensattel kostet etwa 2.000 Euro, günstiger sind gebrauchte Modelle. Dazu kommen noch kleinere Posten wie Sattelunterlagen, Trense, Putzzeug, Decken oder Beinschutz.

Die Fixkosten belaufen sich auf bis 160 Euro jährlich für die Pferdehaftpflicht (zu günstigen Pferdehaftpflicht Versicherungen) und eine Fremdreiterversicherung, auf die man auf keinen Fall verzichten sollte, sowie 180 bis 400 Euro monatlich für Unterbringung und Futter. Die Unterhaltskosten variieren je nach Region, Haltungsform und Fütterung. Etwa 20 bis 30 Euro kostet im Monat die Hufpflege, bis zu 100 Euro der Hufbeschlag.

Kurse, Beritt und Stunden: Kosten, die sich lohnen

Ein Posten, den viele Pferdekäufer vernachlässigen, sind Unterrichtsstunden, Korrekturberitt oder Kurse. Das kostet was, lohnt sich aber. Gerade unerfahrene Pferdehalter sollten hier nicht sparen, gute Trainer können dabei helfen, dass Pferd und Besitzer im Training weiterkommen, Fehler vermeiden und über Jahre in Harmonie miteinander auskommen.

Jeder sollte sich vor dem Pferdekauf eingehend mit der Frage „Wie viel kostet ein Pferd?“ beschäftigen, um dann für sich die richtige Wahl zu treffen. Um keine böse Überraschung zu erleben, ist es auf jeden Fall auch zu empfehlen, die Ausgaben für Anschaffungen, laufende Kosten und mögliche Folgekosten im Auge zu haben.

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