Druse beim Pferd – Das solltest du wissen

Druse beim Pferd
Atemnot und Nasenausfluss sind mögliche Symptome der Druse beim Pferd (Fotolia)

Gehört haben wir alle schon mal von der Druse beim Pferd. Aber was genau ist die Druse?

Bei Druse beim Pferd handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Streptococcus equi ausgelöst wird.

Symptome der Druse beim Pferd

Typische Symptome sind der grün-gelbe Nasenausfluss, erhöhte Temperatur, Müdigkeit, Husten, Appetitlosigkeit und geschwollene Lymphknoten an Unterkiefer und Ganaschen.

Die Lymphknoten füllen sich durch die Reaktion auf die Bakterien der Druse mit Eiter, was große Schmerzen zur Folge haben kann.

Kehlkopf und Luftröhre können verengt sein, so dass das Tier an Atemnot leidet, weshalb im englischen Sprachraum die Druse beim Pferd „Strangles“ (also Erdrosselungskrankheit) heißt. Ein betroffenes Tier zeigt oft eine gestreckte Haltung von Kopf und Hals, um leichter atmen zu können.

Der Verlauf der Druse

Im Verlauf der Druse (mehr dazu auch auf Wikipedia) platzen die Lymphknoten auf und gelber, dicker Eiter ergießt sich daraus. Entleeren sie sich nach innen in den Luftsack, so verursachen sie eitrigen Ausfluss der Nase. Beim Platzen der betroffenen Lymphknoten ist Vorsicht geboten, da dieses Sekret nicht nur übel riecht, sondern auch hochinfektiös ist und nur allerfeinste Spuren die Krankheit auf andere Pferde übergehen lässt.

Betroffene Pferde müssen natürlich vollkommen isoliert werden. Am besten ist Kleidung und Schuhwerk zu wechseln, wenn man die Box verlässt und trotz Handschuhen sollte man im Anschluss die Hände desinfizieren.

Vorsichtsmaßnahmen unbedingt beachten

Nichts, was mit dem infizierten Pferd in Berührung kam, auch Dinge wie Mistgabel oder Schubkarre, darf für andere Pferde verwendet werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig, da der Erreger recht widerstandsfähig ist und beispielsweise in Wasser sechs Wochen überleben kann. Sogar über Fliegen kann der Erreger verbreitet werden.

Nach der Infektion zeigen sich die Symptome nach drei bis acht Tagen. Nach dem Aufplatzen der Lymphknoten geht es dem Pferd schnell besser und es gesundet normalerweise binnen 14 Tagen. Aber noch über Wochen oder teilweise Jahre können sie infektiös sein, auch wenn sie gesund wirken.

Junge Pferde von der Druse betroffen

Am anfälligsten sind Jungtiere. Aber auch alle anderen Altersgruppen können sich anstecken, werden aber nicht zwangsweise krank. Das ist abhängig von der Erregermenge, dem Immunstatus und Dingen wie Wurmbefall, Nährstoffmangel oder anderen Krankheiten.

Die Diagnose wird über eine Tupferprobe des Nasen- oder Rachenbereichs sowie den typischen Symptomen geführt.

Die Therapie der Druse

Das Pferd erhält in der Therapie schmerzlindernde Medikamente und meist sind Antibiotika nicht erforderlich. Durch warme Kompressen wird versucht, die Öffnung der Lymphknoten zu beschleunigen, um die Erreger aus dem Körper zu verbannen. In schlimmsten Fällen kann ein Luftröhrenschnitt erforderlich sein.

Nach durchgestandener Druse ist ein Pferd zwei bis fünf Jahre gegenüber einer erneuten Infektion immun. Trotzdem wird eine vorbeugende Impfung nur bei akuter Infektionsgefahr empfohlen.

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