Mauke beim Pferd: Was tun bei Mauke?

Mauke beim Pferd Was tun bei Mauke?
Mauke beim Pferd entsteht gerne im Winter und bei Feuchtigkeit. Was tun bei Mauke? (Foto: Fotolia / © Kruwt)

Wenn du Mauke beim Pferd feststellst, ist erst einmal der Schreck groß. Doch was tun bei Mauke? Wir haben Tipps zur richtigen Behandlung und zur Vorbeugung von Mauke!

Oh je – großer Schreck! Die Fesselbeuge ist stark gerötet oder schon verkrustet – die typischen Anzeichen von Mauke.

Als Allererstes dafür sorgen, dass das Pferd trocken steht. Mauke tritt immer nur in Verbindung mit Feuchtigkeit auf und deshalb auch vermehrt im Winter.

Ursache kann schon ein herbsttypisches Matschpaddock sein. Wird dieses nicht penibel mindestens einmal pro Tag gesäubert, fühlen sich Keime, Bakterien und Pilzsporen pudelwohl.

Was kann ich für die Heilung von Mauke tun?

Trockenlegen eines Paddocks ist schwer, aber Reinhalten durch Abäppeln und tägliches Rechen zur Pfützenvermeidung bringen schon viel. Sollte das Pferd auf einer altmodischen Matratze stehen, muss diese entfernt werden, da auch sie einen optimalen Nährboden für Keime bietet.

Wenn man Mauke beim Pferd bemerkt, müssen die Tiere unbedingt trocken stehen, nur dann heilt die Krankheit auch zuverlässig ab. Bei wilden Pferden in der trockenen Steppe mit normalem Fesselbehang findet man keine Mauke … diese ist im Normalfall hausgemacht.

Mauke beim Pferd: Fesselbehang schneiden

Okay, wenn wir jetzt dafür gesorgt haben, dass das Pferd ganz trocken steht, kümmern wir uns um die angegriffenen Fesseln. Da Pferde wie Tinker, Friesen oder Kaltblüter mit tollem, langem Fesselbehang besonders oft zu Mauke neigen, sollte man diesen, auch wenn es schwerfällt, für die Behandlung kurz schneiden.

Ein gekürzter Behang vereinfacht die Hygiene und diese ist hier oberstes Gebot. Beim Schneiden des Behangs ist darauf zu achten, dass eine „Ablaufnase“ erhalten bleibt. Was damit gemeint ist? Ganz einfach: alles wird so gut es geht kurz geschnitten – bis auf eine Strähne hinten am Fesselkopf. Diese lässt man cirka 5 bis 10 Zentimeter stehen.

Hier läuft dann das Wasser hinter dem Huf ab und die Beuge wird trocken gehalten. Leider machen immer wieder Besitzer den Fehler die Fessel komplett zu scheren und leisten damit der Mauke Vorschub. Durch das nun kurze Haar kommt man prima an die befallenen Stellen heran.

Was tun bei Mauke? Die richtige Behandlung

Jetzt wird ein Mal die Fesselbeuge mit einer milden Jod-, Schmier- oder Olivenölseife gewaschen. Haben sich bereits dicke Krusten gebildet, kann man diese mit einem Rivanolverband gut lösen.

Anschließend sollten die Stellen entweder mit einer antibiotischen und cortisonhaltigen Lotion oder mit einer Jodsalbe behandelt werden. Bitte kein Melkfett oder Babycreme nehmen. Diese haften nur auf der Oberfläche und darunter treiben die Erreger ihr fröhliches Spiel.

Bei Mauke keine Stallruhe

Im optimalen Fall legt man in den ersten drei Tagen Verbände an, um die Fessel trocken zu halten. Danach sollte eine deutliche Besserung eingetreten sein und bis zur finalen Abheilung schützt man die Haut mit einer Zinkpaste. Es ist übrigens nicht sinnvoll, einem Pferd mit Mauke Stallruhe zu verordnen.

Das Stehen fördert das Anlaufen der Beine und ist der Heilung nicht hilfreich. Schrittausritte oder Spaziergänge sind empfehlenswert und unterstützen die Heilung – die Abwechslung tut dem kranken Pferd auch psychisch gut. Sollte aber binnen zwei Wochen keine Besserung eintreten oder das Bein deutlich anschwellen, sollte unbedingt ein Tierarzt zurate gezogen werden.

Und- zur Vermeidung der Krankheit ist rechtzeitiges Scheren und Pflege der Haut mit gutem Öl wie Mandel-Jojoba oder auch Olivenöl hilfreich. Und wenn dann auch noch für trockenen Stall und Paddock gesorgt ist, hat die Mauke keine Chance.

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