Das Pferd ist steif – Was kann man tun?

Pferd ist steif
Was man tun sollte, wenn das Pferd steif ist (Fotolia / bumann)

Ist der Sommer vorbei, merkt man es immer wieder: Das Pferd ist steif. Wir haben ein paar Tipps, was man dann tun kann.

Viele Pferde sind vor allem bei kühlem Wetter ein wenig steif. Vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen klinischen Zustand, das sollte bei wiederholt auftretender Steifheit durch den Tierarzt abgeklärt sein, gibt es einige Mittel und Übungen, mit denen man ein Pferd lockern kann.

Vornehmlich Pferde ab etwa zwölf Jahren sind leicht steif, wenn man sie aus der Box holt. Hier hilft bei vielen, wenn man ihnen ein bis zwei Akkupunkturbehandlungen pro Winter zugute kommen lässt. Oft reicht das außer der normalen Lösungsarbeit schon aus, die Steife zu vertreiben.

Außerdem sollte man unbedingt, bevor das Pferd nicht ganz locker ist, enge Wendungen meiden, da die Gelenke in diesem Zustand noch nicht genügend geschmiert sind und sich leichter abnutzen. Des Weiteren kann man vor dem Reiten den Pferderücken mit Rotlicht wärmen und dann mit einer Decke gegen Kälte schützen. Rotlicht darf allerdings nur angewendet werden, wenn keine Entzündung im Rückenbereich vorliegt. Bis zu Beginn der Trabarbeit kann die Decke wärmend auf dem Rücken verbleiben.

Enge Wendungen vermeiden, wenn das Pferd steif ist

Ausgiebiges Abreiten am langen oder hingegebenen Zügel ist die Voraussetzung für lockernde Übungen – und auch hier, bitte keine engen Wendungen, keine Biegungen oder Volten, diese Dinge sind dem gelösten, durchwärmten Tier vorbehalten. Normalerweise merkt man als Reiter nach etwa zehn Minuten, dass das Pferd sich nicht mehr steif anfühlt.

Nun kann mit Leichttraben beginnen und große Wendungen wie Zirkel und Wechsel durch die ganze Bahn reiten. Dabei ist auf ein frisches und taktreines Vorwärtsgehen zu achten. Allerdings ist Vorwärtseilen ebenso zu vermeiden wie Bummeln. Ersteres kann dazu führen, dass das Pferd steif bleibt und zweites verhindert ein ausreichendes Untertreten mit der Folge, dass der Rücken nicht hergegeben wird.

Beim steifen Pferd Abwechslung in die Übungen bringen

Im Anschluss an diese erste Lockerung kann man beginnen zu galoppieren – frisch vorwärts ganze Bahn und Zirkel, wobei auf häufige Übergänge Wert gelegt werden sollte, da diese den Pferdrücken lösen. Auch Schritt – Trab Übergänge können nun geritten werden. Die lösenden Übungen wie Schenkelweichen, Tritte verlängern, Handwechsel, Schlangenlinien, Wechsel durch und aus dem Zirkel sowie Vorhandwendungen bringen Abwechslung in die lösende Arbeit.

Vielen Pferden macht es ausgesprochen Spaß und vertreibt schnell das Gefühl, es sei steif, wenn man an dieser Stelle des Lösens ein paar Trabstangen legt oder sogar einige Cavalettis oder flache Kreuze springt – auch Dressurpferde reagieren oft mit schneller Lockerung auf solche kleinen Gymnastiksprünge. Ebenso das Reiten um Hütchen oder „Mikado“, also wild durcheinander gelegte Stangen, durch die das Tier sich den Weg am langen Zügel suchen muss. Dies fördert besonders die dehnende Abwärtshaltung.

Das Pferd nicht müde machen

Zusätzlich kann man, wenn die Muskeln bereits warm sind, mit Leckerli locken den Kopf samt Hals abwechselnd nach rechts und links zu biegen. Das lässt sich entweder vom Boden oder auch vom Sattel aus machen.

Die Phase der Lösung soll aber das Pferd nicht müde machen oder gar erschöpfen, sie soll es lockern und für die Arbeit vorbereiten, damit Schäden am Haltungsapparat auf Dauer vermieden werden. Ein locker schwingender Schweif zeigt die Losgelassenheit an. Wissen sollte allerdings jeder Reiter, dass auch er selbst gelöst und gelockert sein muss, um sein Pferd erfolgreich so reiten zu können.

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